Terrasse

Fugen und Randabschluss auf der Terrasse

Auf der Terrasse haben Fugen vor allem eine Aufgabe: Wasser ablaufen zu lassen. Bei loser Verlegung bleiben sie offen oder werden mit Fugensand/-splitt gefüllt, bei fester Verlegung mit geeignetem Fugenmörtel verfugt. Ein sauberer Randabschluss aus Randsteinen oder Kantenprofilen fasst die Fläche ein und hält sie in Form.

Fugen zwischen Terrassenplatten
Auf der Terrasse müssen Fugen vor allem eines: Wasser ablaufen lassen. · Foto: Steven Lek / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Auf der Terrasse spielen Fugen eine andere Rolle als im Innenraum: Hier geht es nicht um ein perfektes optisches Raster, sondern vor allem um Wasser. Zusammen mit einem sauberen Randabschluss halten die Fugen die Fläche funktionsfähig, stabil und in Form – und entscheiden mit über die Haltbarkeit.

Fugen als Entwässerung

Die wichtigste Aufgabe der Terrassenfugen ist die Entwässerung. Sie lassen Regenwasser ablaufen und geben dem Belag Raum, sich bei Temperaturschwankungen auszudehnen. Anders als bei Innenfliesen steht hier die Wasserableitung im Vordergrund. Zusammen mit dem Gefälle und der Entwässerung sorgen sie dafür, dass kein Wasser stehen bleibt.

Offen oder verfüllt?

Ob die Fugen offen bleiben oder verfüllt werden, hängt von der Verlegeart ab:

  • Lose Verlegung auf Splitt: Fugen bleiben offen oder werden mit Fugensand/-splitt gefüllt, damit Wasser versickert.
  • Feste Verlegung im Mörtelbett: Fugen werden mit einem frostbeständigen, für außen geeigneten Fugenmörtel verfugt.

Es gibt spezielle Pflasterfugenmörtel, die je nach Produkt wasserdurchlässig oder wasserdicht sind.

Der Randabschluss

Ein oft unterschätztes Detail ist der Randabschluss. Er fasst die Terrassenfläche ein und hält sie in Form, indem er verhindert, dass Randplatten verrutschen oder das Splittbett seitlich wegdrückt. Übliche Lösungen sind Randsteine, Kantensteine oder Randprofile, die in ein Betonbett gesetzt werden. Ohne sauberen Randabschluss „läuft” die Fläche mit der Zeit auseinander.

Fugen nicht zu dicht

Ein häufiger Denkfehler: möglichst schmale, dichte Fugen. Auf der Terrasse ist das kontraproduktiv, weil der Belag Raum zum Arbeiten braucht und Wasser ablaufen muss. Zu dichte oder starre Fugen verhindern Bewegung und Entwässerung – die Folge sind Spannungen, Staunässe und Frostschäden. Eine funktionierende Fuge ist wichtiger als eine besonders schmale.

Unkraut und Pflege

Offene Fugen neigen zu Unkraut und Grünbelag. Dagegen helfen:

  • geeignetes Fugenmaterial, das wenig Nährboden bietet,
  • regelmäßiges Kehren und Entfernen von Grünbelag,
  • bei losen Fugen das Nachfüllen des Fugensands.

Aggressive Mittel und Hochdruck aus zu geringem Abstand waschen das Fugenmaterial aus und sind zu vermeiden – wie bei der Terrassenreinigung.

Typische Fehler

  • zu dichte Fugen, die Bewegung und Entwässerung verhindern
  • kein Randabschluss, die Fläche läuft auseinander
  • ungeeigneter Fugenmörtel, der nicht frostbeständig ist
  • Hochdruck, der den Fugensand auswäscht

Fazit

Fugen und Randabschluss sind die stillen Helfer der Terrasse: Die Fugen leiten Wasser ab und geben dem Belag Bewegungsraum, der Randabschluss hält die Fläche in Form. Ob offen mit Fugensand oder fest verfugt mit frostbeständigem Mörtel – wichtig ist, dass die Fuge funktioniert, nicht dass sie besonders schmal ist. Mit einem sauberen Randabschluss und regelmäßiger Fugenpflege bleibt die Terrasse über Jahre stabil, trocken und ansehnlich.

Häufige Fragen

Welche Aufgabe haben Fugen auf der Terrasse?

Vor allem die Entwässerung: Fugen lassen Regenwasser ablaufen und geben dem Belag Raum, sich bei Temperaturschwankungen auszudehnen. Anders als drinnen stehen bei der Terrasse die Wasserableitung und die Bewegungsfreiheit im Vordergrund, weniger die reine Optik.

Werden Terrassenfugen verfüllt oder bleiben sie offen?

Das hängt von der Verlegeart ab. Bei loser Verlegung auf Splitt bleiben die Fugen offen oder werden mit Fugensand bzw. Fugensplitt gefüllt, damit Wasser versickert. Bei fester Verlegung im Mörtelbett werden sie mit einem geeigneten, für außen bestimmten Fugenmörtel verfugt.

Welcher Fugenmörtel eignet sich für die Terrasse?

Ein frostbeständiger, für den Außenbereich geeigneter Fugenmörtel bei fester Verlegung. Er muss Witterung und Frost standhalten. Es gibt spezielle Pflasterfugenmörtel, die wasserdurchlässig oder wasserdicht sind. Die Wahl hängt vom Belag und der gewünschten Entwässerung ab.

Was ist ein Randabschluss und wozu dient er?

Der Randabschluss fasst die Terrassenfläche ein und hält sie in Form. Er verhindert, dass Randplatten verrutschen oder das Splittbett seitlich wegdrückt. Übliche Lösungen sind Randsteine, Kantensteine oder Randprofile, die in ein Betonbett gesetzt werden.

Wie verhindert man Unkraut in den Fugen?

Durch geeignetes Fugenmaterial, das wenig Nährboden bietet, regelmäßiges Kehren und Entfernen von Grünbelag sowie – bei losen Fugen – gelegentliches Nachfüllen des Fugensands. Spezielle Fugenmörtel und ein sauberer Untergrundaufbau reduzieren den Unkrautbewuchs deutlich.

Warum darf man die Fugen nicht zu dicht machen?

Weil der Belag Raum zum Arbeiten braucht und Wasser ablaufen muss. Zu dichte oder starre Fugen verhindern die Bewegung und Entwässerung, was zu Spannungen, Staunässe und Frostschäden führen kann. Auf der Terrasse ist eine funktionierende Fuge wichtiger als eine besonders schmale.

Wie pflegt man Terrassenfugen?

Regelmäßig kehren, Grünbelag und Unkraut entfernen und bei losen Fugen den Fugensand nachfüllen. Aggressive Mittel und Hochdruck aus zu geringem Abstand sollten vermieden werden, weil sie das Fugenmaterial auswaschen. Saubere Fugen halten die Fläche stabil und ansehnlich.

Redaktioneller Hinweis

Dieser Beitrag wurde von der Redaktion Raumfundament erstellt und zuletzt am geprüft. Genannte Preise sind Orientierungswerte und hängen von Region, Fläche, Material und Objektzustand ab.

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