Sie steckt in der Wand und fällt kaum auf – bis sie zum Problem wird: Eine veraltete Elektroinstallation ist nicht nur unpraktisch, sondern ein echtes Sicherheitsrisiko. Bei einer Renovierung, wenn die Wände ohnehin offen sind, bietet sich der ideale Zeitpunkt, die Elektrik auf einen sicheren und zeitgemäßen Stand zu bringen.
Veraltete Elektrik erkennen
Einige Anzeichen deuten auf Erneuerungsbedarf hin:
- fehlende moderne Schutzeinrichtungen (z. B. FI-Schutzschalter),
- zu wenige Steckdosen für den heutigen Bedarf,
- alte Leitungen und Sicherungen,
- häufig auslösende Sicherungen,
- fehlender Schutzleiter.
Solche Zeichen sind gerade im Altbau häufig. Im Zweifel beurteilt ein Elektrofachbetrieb den Zustand.
Warum die Erneuerung wichtig ist
Zwei Gründe sprechen für die Erneuerung: Sicherheit und Bedarf. Veraltete Anlagen entsprechen nicht mehr dem heutigen Sicherheitsstandard und können ein Risiko darstellen. Zugleich ist der Strombedarf heute viel höher als früher – zahllose Geräte, Ladegeräte und Verbraucher überfordern alte Installationen mit zu wenigen Steckdosen und Leitungen.
Der richtige Zeitpunkt: Rohinstallation
Elektroarbeiten fügen sich in die feste Reihenfolge der Gewerke ein. Die Rohinstallation – das Verlegen der Leitungen und Dosen – erfolgt früh, vor dem Verputzen und Fliesen, weil die Leitungen in der Wand verschwinden. Die Feininstallation mit Steckdosen, Schaltern und Leuchten kommt am Ende, nach den Oberflächen. Wer die Wände ohnehin öffnet, sollte diesen Zeitpunkt für die Erneuerung nutzen.
Steckdosen und Schalter richtig planen
Ein häufiger Fehler ist, zu knapp zu planen. Besser ist es, früh und großzügig zu überlegen:
- Wo stehen Geräte, Möbel und Lichtquellen?
- Wo werden Steckdosen, Schalter und Anschlüsse gebraucht?
- Lieber ein paar Steckdosen mehr als später Verlängerungskabel.
Die Positionen werden vor dem Verputzen festgelegt, weil nachträgliche Änderungen aufwendig und teuer sind. Das gilt besonders für die Beleuchtung.
Fachbetriebssache – ohne Ausnahme
Ein klarer Grundsatz: Arbeiten an der festen Elektroinstallation gehören in die Hände eines Elektrofachbetriebs. Fehler können lebensgefährlich sein und im Schadensfall zu Problemen mit der Versicherung führen. Das Verlegen und Anschließen von Leitungen ist keine Eigenleistung – hier ist die Grenze eindeutig.
Typische Fehler
- veraltete Elektrik belassen, obwohl die Wände offen sind
- zu wenige Steckdosen geplant
- Positionen erst nach dem Verputzen bemerkt
- Elektroarbeiten selbst ausgeführt
Fazit
Die Elektroinstallation zu erneuern ist bei einer Renovierung eine Investition in Sicherheit und Komfort. Veraltete Anlagen sind ein Risiko und dem heutigen Strombedarf nicht gewachsen. Bei geöffneten Wänden ist der ideale Zeitpunkt: Die Rohinstallation wird früh gelegt, Steckdosen und Schalter großzügig geplant, die Feininstallation folgt am Ende. Weil Elektrik Sicherheitssache ist, gehört diese Arbeit ausnahmslos in die Hände eines Fachbetriebs – für eine Anlage, die sicher und zukunftsfähig ist.
Häufige Fragen
Woran erkennt man eine veraltete Elektroinstallation?
An fehlenden Schutzeinrichtungen wie modernen FI-Schutzschaltern, zu wenigen Steckdosen, alten Leitungen und Sicherungen, häufig auslösenden Sicherungen oder fehlendem Schutzleiter. Auch sehr alte Verteiler und Materialien deuten auf Erneuerungsbedarf hin. Im Zweifel beurteilt ein Elektrofachbetrieb den Zustand.
Warum sollte man alte Elektrik erneuern?
Aus zwei Gründen: Sicherheit und Bedarf. Veraltete Installationen entsprechen nicht mehr dem heutigen Sicherheitsstandard und können ein Risiko darstellen. Zudem ist der Strombedarf heute deutlich höher als früher, sodass alte Anlagen mit zu wenigen Steckdosen und Leitungen an ihre Grenzen stoßen.
Wann erfolgt die Elektroarbeit bei der Renovierung?
Die Rohinstallation – das Verlegen der Leitungen und Dosen – erfolgt früh, vor dem Verputzen und Fliesen, weil die Leitungen in der Wand liegen. Die Feininstallation mit Steckdosen, Schaltern und Leuchten kommt am Ende, nach den Oberflächen. Das entspricht der üblichen Reihenfolge der Gewerke.
Wie plant man Steckdosen und Schalter?
Man überlegt früh, wo Geräte, Möbel und Lichtquellen stehen, und plant großzügig: Lieber ein paar Steckdosen mehr als später Verlängerungen. Positionen für Schalter, Steckdosen und Anschlüsse werden vor dem Verputzen festgelegt, weil nachträgliche Änderungen aufwendig sind.
Kann man Elektroarbeiten selbst machen?
Nein, Arbeiten an der festen Elektroinstallation gehören aus Sicherheitsgründen in die Hände eines Elektrofachbetriebs. Fehler können lebensgefährlich sein und im Schadensfall zu Problemen mit der Versicherung führen. Das Verlegen und Anschließen von Leitungen ist Fachaufgabe – hier ist Eigenleistung tabu.
Muss man bei der Renovierung die ganze Elektrik erneuern?
Nicht zwingend, aber wenn die Wände ohnehin geöffnet sind, ist es der ideale Zeitpunkt für eine grundlegende Erneuerung. Bei veralteten Anlagen ist die Kompletterneuerung sinnvoll. In anderen Fällen genügt eine Erweiterung. Der Fachbetrieb beurteilt, was nötig und sinnvoll ist.
Was ist im Bad besonders zu beachten?
Im Bad gelten wegen der Feuchtigkeit besondere Anforderungen: geeignete Schutzarten für Leuchten und die Zuordnung zu Schutzbereichen rund um Dusche und Wanne. Die Elektroplanung im Bad – inklusive Beleuchtung und Steckdosen – gehört fachkundig ausgeführt und früh geplant.
Redaktioneller Hinweis
Dieser Beitrag wurde von der Redaktion Raumfundament erstellt und zuletzt am geprüft. Genannte Preise sind Orientierungswerte und hängen von Region, Fläche, Material und Objektzustand ab.